Osteoporose
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Wörtlich übersetzt heißt Osteoporose "poröser Knochen" und ist eine Erkrankung mit weitreichenden Auswirkungen sowohl auf den Betroffenen, sein Umfeld als auch unser gesamtes Gesundheitssystem.
Die Knochen verlieren an Substanz, wenn das Verhältnis zwischen Knochenabbau und-aufbau aus dem Gleichgewicht gerät und dabei der Knochenabbau überwiegt.
Als Osteoporose wird nach der gegenwärtigen Definition eine Verminderung der Knochendichte bezeichnet, die um mehr als 2,5 Standardabweichungen unter dem Wert eines jungen gesunden Erwachsenen liegt. Im fortgeschrittenen Stadium führt diese niedrige Knochendichte zu einem mindesten vier- bis sechsfach größeren Knochen- bruchrisiko. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer. Insbesondere Frauen in und nach den Wechseljahren (postmenopausale Osteoporose). Etwa 30% aller Frauen zwischen 50 und 60 Jahren haben eine Osteoporose, in der Lebensdekade zwischen 60 und 70 Jahren sind es bereits 50%.

Eine Volkskrankheit
In Europa, Japan und den USA sind schätzungsweise 75 Millionen Menschen von Osteoporose betroffen. Bis zum Jahr 2020 wird sich diese Zahl verdoppeln. Die durch Osteoporose verursachten Knochenbrüche (vor allem Oberschenkelhalsbrüche und Wirbelkörpereinbrüche) führen zu erheblichen Therapie- und Folgekosten. Allein in Deutschland betragen diese Kosten 10 Milliarden DM pro Jahr. Im Vergleich zu alters- und geschlechtsgleichen Kontrollen steigt das Risiko, vorzeitig während der ersten 12 Monate nach einem Oberschenkelhalsbruch zu versterben, um 20%. Auch die Wahrscheinlichkeit in diesem Zeitraum pflegebedürftig zu werden, steigt von 3% auf 23% an.

Knochen - ein lebendiges Organ
Unser gesamtes Skelettsystem unterliegt einem ständigen Umbau. Bestimmte Zellen (Osteoklasten) sorgen für einen stetigen Abbau von Knochensubstanz, während gleichzeitig andere Zellen (Osteoblasten) für den Aufbau neuen Knochengewebes verantwortlich sind. Die umfangreichen Regulationsmechanismen dieses Auf- und Abbaus werden durch viele äußere Faktoren beeinflusst.
Grundsätzlich muss man dabei unterscheiden, ob es sich bei den für den Knochenstoffwechsel benötigten Substanzen um solche handelt, die direkt als Baustein in die Knochensubstanz eingelagert werden oder um solche, die für den Prozess der Knochenbildung als Kofaktoren benötigt werden. In vielen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass der Knochenstoffwechsel auch durch die Ernährung beeinflusst wird.


gesunder Knochen
Gesunder Knochen

kranker Knochen
Osteoporotischer Knochen

Wirbel kaputt
Alarmstufe: Das Röntgenbild zeigt die typischen "Fischwirbel" bei ausgeprägter Osteoporose

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