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| Diabetes mellitus und diabetische Polyneuropathie |
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In Deutschland leiden - bei zunehmender Tendenz - 5% der Bevölkerung an Diabetes mellitus. Chronisch erhöhte Blutzuckerwerte tun allerdings nicht weh. Dies führt häufig zu einer sehr späten Erstdiagnose der Erkrankung, verleitet aber auch vor allem Typ 2-Diabetiker zum lässigen Umgang mit ihrer Krankheit. Ein großes Problem stellen die Spätschäden der Erkrankung dar. Neben anderen Folgeerkrankungen entwickeln im Laufe der Jahre ca. 50 % aller Zuckerkranken eine diabetische Neuropathie, die mit unangenehmen Missempfindungen, Sensibilitätsstörungen und Schmerzen einhergeht. Die diabetischen Neuropathien haben viele unterschiedliche Störungen zur Folge, die alle Organsysteme des menschlichen Körpers betreffen können. Allgemein lassen sich – je nach Art der geschädigten Nerven - zwei Hauptformen unterscheiden: Die periphere Polyneuropathie Bei der peripheren Polyneuropathie ist das willkürliche Nervensystem geschädigt. Betroffen sind vor allem die Nerven, die Füße und Beine kontrollieren. Die Beschwerden treten typischerweise in Ruhe auf und äußern sich als brennende, reißende, stechende, aber auch bohrende, dumpfe, in der Tiefe empfundene Schmerzen in den betroffenen Gliedmaßen. Im Gegensatz zu Durchblutungsstörungen sind die Symptome bei der Neuropathie nachts oft besonders stark und bessern sich teilweise beim Gehen. Zudem kommt es häufig zu Missempfindungen, Kribbeln wie »Ameisenlaufen«, Wadenkrämpfen sowie manchmal zu Muskelschwäche und Gangunsicherheit. Typischerweise treten die Beschwerden symmetrisch auf und betreffen bevorzugt mehrere Nerven bzw. die Nervenabschnitte, die vom Körperstamm am weitesten entfernt sind. Diese Form der Nervenschädigung, auch distale symmetrische Polyneuropathie genannt, ist mit über 90 Prozent die häufigste Form der diabetischen Nervenerkrankungen. Von besonderer Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Gefahr des diabetischen Fußsyndroms: Bei Vorliegen einer peripheren Neuropathie kann es im Bereich der Füße auf Grund abgeschwächter oder fehlender Gefühlsempfindung für Druck, Berührung, Schmerz und Temperatur zu Druckstellen mit Ausbildung eines Geschwürs (Ulkus), starker Hornhautbildung sowie zu unbemerkten Verletzungen oder Verbrennungen (beispielsweise beim heißen Fußbad) kommen. Die autonome Polyneuropathie Bei der autonomen Neuropathie ist das vegetative, unwillkürliche Nervensystem in Mitleidenschaft gezogen. Sie ist durch vielfältige Störungen charakterisiert: Herz-Kreislauf-System
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Stoffwechselstörungen, die zu Polyneuropathie führen |
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